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Africa Solo 2006 :

Abflug von Stuttgart via Amsterdam via Nairobi nach Kigali

3. Januar

8:30 Ankunft in Kigali / Ruanda . Mit Taxi zum Hotel GORILLAS . Dann in die Stadt zum OPTRN ( Nationalpark )Büro . Bereits im September hatte ich 100 $ dahin transferiert um mir ein Gorilla Permit reservieren zu lassen. Ein Gorilla Permit kostet 375 $, somit habe ich die restlichen 275 $ im Büro bezahlt und habe mein Permit für den 07.01.2006 bekommen. Eine Reservierung ist auch unbedingt notwendig, denn die Permits werden von den professionellen Reiseveranstaltern aufgekauft. Dabei muss man verstehen, momentan können 5 Gorillagruppen in Ruanda besucht werden. Pro Gruppe werden pro Tag 8 Besucher für eine Stunde zugelassen. Jedenfalls war es gut , vorgebucht zu haben, denn die nächsten Tage waren komplett ausgebucht.

Anschließend Geld wechseln 150 $ in Ruanda Franc auf der Bank, das hat 50 min gedauert .Anschließend noch etwas Kigali angeschaut, aber naja es gibt nicht so viel zu sehen.

4. Januar

Fahrt mit einem lokalen Minibus nach Gisenyi ( Kivusee ). In Gisenyi habe ich mir dann ein Taxi gechartert um eine Kurzvisite nach Goma in der D.R. Kongo zu unternehmen. Na ja, es gibt ja ne Reisewarnung für Reisen in die D.R. Kongo, aber wenn man schon mal da ist… Am Grenzübergang direkt in das Büro der Kongo Immigration an allen Wartenden vorbei, 30$ gezahlt und den Einreisstempel für Kongo bekommen ( ich könnte jetzt 30 Tage bleiben ... aber wer will das schon ). Weiter nun mit dem Taxi in die City von Goma, dies ist ja eine 400.000 Einwohnerstadt. Im Jahr 2002 ist Goma erneut ins Interesse der Weltöffentlichkeit geraten , der Vulkan Niragongo brach aus und die Lava hat sich durch die City von Goma ergossen. Die Lava ist noch überall, die Bewohner richten sich wieder ein. Aber es ist eine entsetzliche Armut überall. Vielleicht ein Vergleich: kommt von Giseny /Ruanda nach Goma / Kongo so ist es ähnlich als käme man vor dem Mauerfall von West nach Ost Berlin. Der Taxifahrer wollte mir unbedingt den Flughafen zeigen, da ist beim damaligen Vulkanausbruch die Lava durchgeflossen und alle dort parkende Flugzeuge sind explodiert. Aber kurz vor uns wurde gerade eine Straßensperre aufgebaut, der Taxifahrer: „oh danger!“ also nix wie gewendet und zurück. Mir reicht es und wir schauen uns noch Stelle an, wo die Lava damals in den Kivusee geflossen ist. Apropos Kivusee, der soll ja der landschaftlich schönste See in Afrika sein. aber leider lag alles im Dunst , die Hohen Berge in Kongo sah ich nur durch einen Nebelschleier.
5. Januar

Noch ein Tag Gisenyi, da ich Dussel meine Zahnbürste im Hotel in Kigali vergessen hatte und starke Bedenken hatte das es meinem Bonusheft beim Zahnarzt schaden könnte , wenn ich mir nicht regelmäßig die Zähne bürste, war die Beschaffung einer Bürste, wie auch immer, notwendig. Also ab in die afrikanische Stadt Gisenyi (ist etwas ab vom See). Ja und hier ging es das erste mal los, was ich in der Hauptstadt Kigali nicht erlebt hatte. Jeder quatscht mich am, französisch natürlich, ich spreche also „ je allemande nix comprente „ (war das französisch??). Als nächstes mache ich ein schönes Foto vom Vulkan Niragongo und denk mir nichts dabei. Da kamen sofort 2 Typen in einer Uniform angerannt und wiesen mich zurecht, keine Bild von Personen zu machen ( auf Französisch, habe es aber trotzdem verstanden ). Etwas boshaft sahen die auch aus, also in großer Geste das Foto auf den Display gezeigt und das Löschen gezeigt, dann waren die zufrieden. Ja und von da an sind die dann immer hinter mir her gelatscht. So in der Stadt die Zahnbürste gekauft ( was die Erziehung der Krankenkasse doch bewirkt ... ). Unterwegs noch ne halbe Bananenstaude für ungefähr 25ct gekauft und so war die Nahrung der nächsten 2 Tage gesichert.

6. Januar

So und heute soll es nun zum Startpunkt für das Gorillatrecking gehen. Startpunkt ist KINIGI ca. 15 km von Ruhengeri entfernt (GLOBETROTTERINFO: in allen Führern steht, Treffpunkt sei Ruhengeri – das ist längst überholt!! die Touren starten von Kinigi). Also hab ich mir noch mal ein Taxi gechartert und bin direkt nach Kinigi. Das ist ca. 3h Fahrt. Es ist immer wieder unglaublich, was für Menschenmassen zu Fuß auf den Straßen unterwegs sind. Unterwegs hatte ich Klasse Ausblicke auf die Virungavulkane u.a. den höchsten Berg von Ruanda den Karisimbi (4507m).
Am Nachmittag war ich dann Kinigi und hab mir die dortige günstigste Unterkunft gesucht: „ Village Touristique de Kinigi „ für 40 $ ( Nepp ). Dann bin ich zum OPTRN Office getigert ( von dort gehen die Gorilla Trecks los ). Ja und da wurde mir erst mal erklärt, ja man trifft sich um 7:30 am OPTRN Büro, ABER ein Off Road Fahrzeug zum eigentlichen Startpunkt des Gorillatrecks muss man sich schon selbst beschaffen. How much ? … normaly 50$ ( langsam wird es teuer .. ). Steht so auch in keinem Reiseführer . Ist aber verständlich, von Kinigi aus können momentan 5 Gorillagruppen besucht werden, welche sich immer an unterschiedlichen Orten aufhalten. Also braucht man ein Fahrzeug um in deren Nähe zu kommen. Die Nationalparkverwaltung leistet das nicht, man will auch Anderen ein Geschäfte zukommen lassen. Klar man kann darauf hoffen, dass andere Touristen einen „Lift“ spendieren. Aber Planung ist mein Geschäft … also ein Taxi gechartert und nach langen Verhandeln gleich geklärt, dass er mich danach gleich nach Kasese (Uganda) fährt … oops wahr das teuer … aber bequem wird es. So nachdem alles geklärt war, zu einem Bierchen niedergelassen und 4 Holländer getroffen und mit denen vorzüglich gequatscht. Das Ende der Kommunikation war dann die gemeinsame Feststellung, dass Brasilien Fussballweltmeister werden wird.

7. Januar

Aufregung !! Jetzt geht es zu den Gorillas. Startpunkt ist wie gesagt, das OPTRN Büro Kinigi. So langsam treffen alle ein, es werden pro Gorillagruppe 8 Leute zugelassen. Mein Fahrer hat mir eingeschärft ich solle die Gruppe 13 oder die Sabinyo – Gruppe wählen, da man an diese Gruppen am besten rankommt. Ich nahm also Gruppe 13 ….. diese Gruppe besteht aus einem Silberrücken, diversen Weibchen und Kinder u.a ( Sensation ) ein Baby von 6 Tagen. Und wie ich rangekommen bin ….. Wahnsinn. Wir sind ca. 1 h durch Felder gelaufen und danach eine halbe Stunde durch einen Bambuswald. Hier muss man ab und zu mal kriechen. Aber es ist bei weiten nicht so dramatisch, wie es immer diverse Abenteurer Im Fernsehen berichten. Ich bin immer als erster hinter den Führer. Kurz bevor man zu en Gorillas kommt , müssen die Rucksäcke und alles andere ( Stöcke usw. ) abgelegt werden . Dann sind wir noch so 3 min durch die Bambusbüsche und auf ein mal riecht es etwas streng …. Und man ist mitten in der Gorillafamilie. UNGLAUBLICH ! Der Silberrücken war ca. 1,5 m von mir entfernt, ein Weibchen und ein einige von den Kindern haben mich beim Vorbeigehen an der Hose gestreift. Es war unglaublich!!! Wenn man bedenkt, dass es von diesen Tieren gerade mal 670 Exemplare auf der Welt gibt. Es sind unsere nächsten Verwandten
Auf den Rückweg habe ich mich noch Klasse mit den Amis unterhalten. die konnten überhaupt nicht verstehen, dass ich mit meinem Handy mein geliebtes Weib in Deutschland aus Ruandas Busch anrufen konnte. Auf die Antwort meinerseits : Ja Ihr könnt nicht mit nem Handy weltweit anrufen , seid aber auf den Mond geflogen, kam die Antwort „ yes , but only by the support of german engeneers“ .Jo , das hört man gern …..So nun also weiter mit meinem Fahrer nach Kasese ( Uganda ) . Der Fahrer : „We will be in Kasese approx. 5 pm ( 17:00)“. Um 22:00 waren wir da. Ich war leicht fertig und bin im von Reiseführer gelobten „ Mariana Hotel „ abgestiegen. How much : 20.000 Uganda Shilling ( 10 €) . Das im Reiseführer als „ freundlich“ bezeichnetes Personal stellte sich extrem uninteressierte Dame heraus die mit mir in das Zimmer schlürfte ( die 3 Burschen die noch in der Rezeption saßen, sahen dabei interessiert zu, wie mir meinen schweren Rucksack die Treppe hochwuchtete ). Immerhin waren Moskitonetze über den Betten. Also nix wie unter die Dusche, ausgezogen Hahn auf … ppppr.nix. Na so ebbes ! Also angezogen an die Rezeption, furchterregend geflucht und dann klappte es. Wasser kam. Dann bin ich noch auf 2 Bierchen in das angeschlossene „ Restaurant“. Die müssen den letzten Weißen nur aus Erzählungen gekannt haben. Ich wurde abgestarrt, als käme ich vom Mars, vielleicht war ich auch nur zu unrasiert?
8. Januar

So , am frühen Morgen Hotel bezahlt, ich habe mal in das Registrierungsbuch nachgeschaut, ich war bestimmt seit 1 Jahr der erste Westeuropäer in dem edlen Hause. Zumindest gab es Frühstück , ich hab nur die Bananen genommen , aber spaßeshalber das hartgekochte Ei abgepellt , ich glaub der Koch hat das 15 min. gekocht und sich gewundert , dass es nicht weich wurde. So, Lob meinem geliebten Weib, sie hat darauf bestanden, dass ich das Handy mitnehme. So war es kein Problem den Manager vom Ruwenzori Mountainiering Service anzurufen. Hat prima geklappt, der hat mich vom Hotel abgeholt und zur Basestation des Ruwenzori gebracht. So nun sollte sie beginnen die 6 Tage Rundtour. Wir sind so gegen 11:00 gestartet:

Mein Team :

Guide : Mumbere B. Josephat

Cook: Mubaraka , Vincent

Porter 1: Kibata , Amon

Porter 2: Baluku , Jockim

Porter 3: Kisoro , Josephat

Porter 4: Muhinad , Wilson

So ging es von Nyakalengija ( 1615 m ) zur Nyabitaba Hut ( 2650 m ) , war recht anstengend. Wir waren dann ca. 16:00 an der Hütte. Jedoch kurz vor der Hütte bin ich so unglücklich nach hinten über einen Felsbrocken abgerutscht, dass es meine Sohle vom rechten Bergschuh bis in den Spann abgerissen hat. Nun die Diskussion mit meinem Guide, wie soll ich ohne Bergschuhe die nächsten 5 Tage trecken. Für mich unmöglich , auch wenn es schwer fällt . Es wäre keine gute Idee ins weitere Hochgebirge nur mit Gummistiefeln weiterzusteigen. Dafür ist das Terrain einfach zu gefährlich. Vielleicht war es ein Zeichen aufzuhören ….. Aber 2009 ging es nochmal los - diesmal hat die Tour funktioniert - siehe Bilder unter AFRICA 2009

9. Januar

Also schweren Herzens abgebrochen und zurück …. . So war ich mittags bereits wieder in Kasese . Diesmal bin ich in das SAAD Hotel gegangen, ebenso 20.000 Uganda Schilling, aber das Personal war diesmal richtig nett. Bis auf das Zimmer, hab ich mich dort wohl gefühlt. Eigentlich wollte ich nach Kasese in den Queen Elisabeth Nationalpark, aber das stellte sich recht problematisch heraus. man braucht dafür ein Taxi, welches direkt zur Lodge fährt. Das beste Angebot lag bei 80$ - zu viel. Also müssen die Nilpferde dort ohne mich auskommen.

Beschluss gefasst … nächsten Morgen geht es nach Kampala. Der Bus geht morgens 5:00 . Den Leuten im Hotel hab gesagt , dass ich 4:45 aus dem Haus gehe und die Tür offen sein sollte …. „ no problem sir „

10. Januar

Die Mutation vom Handymuffel zum Handyfetischisten war nun bei mir vollzogen. Das Ding hat ja nen Wecker und mich pünktlich 4:30 geweckt . Rein in die Klamotten, Rucksack auf (der war jetzt auch tragbar, da ich diverse Sachen, wie die Isomatte, Stöcke usw. den Trägern am Ruwenzori geschenkt hatte – vorher ca. 27 kg. Jetzt so ca. 21kg ) . Und nun raus aus dem Hotel, nur die Tür war zu. Da half alles rütteln nix , in der Ferne hörte ich das Horn des 5 Uhr Buses – Stress . Also habe ich den Hinterausgang gesucht und gefunden, hier ging es in einen dunklen Hof dabei bin ich über dort schlafende Typen gestolpert und wieder ging es einen weiteren dunklen Hof. Dann, ein Drahtzaun, der sollte kein Problem sein. Gerade wollte ich den Rucksack drüberwuchten, da kam aus dem Dunkel ein Wächter, der hat mich dann durch ne Pforte rausgelassen. Alles klar! Ab zum Bus und rein . War ne nette Fahrt, unterwegs konnte man gebratene Bananen und Trinkwasser kaufen. Entspannend.
So gegen 11:00 in Kampala angekommen . Eigentlich wollte ich ja einen Tag bleiben, aber der Eindruck von Kampala war wenig einladend. Also die Schlussfolgerung : weiter nach Nairobi , so schnell es geht .

Dabei musste ich vom nationalen Busbahnhof zum Internationalen. Man sagte mir es seien ca. ca. 2km „ to hard to walk „ . Also bin ich mit meinem fetten Rucksack auf ein Mopedtaxi , der Fahrer hatte zwar etwas Probleme die Balance zu halten . Wir sind heil angekommen . Dort ein Ticket gekauft , Sitzplatz 7 – nobel. Departure time : 15:00 . Meinen Rucksack habe ich dort hinterlassen und bin erst mal etwas durch Kampala spaziert. Im Internetcafe mail geschrieben und anschließend goat plate ( Ziege) gegessen . Das sollte man nicht tun, die Ziege hat sich so in den Zähnen verfangen, dass ich schon wieder die warnenden Blicke meines Zahnarztes vor mir sah. Selbst die versuchte Spülung mit 3 ugandischen Bieren brachte keine Verbesserung. Also pünktlich 15:00 ging es ab, die Außenbezirke von Kampala hab ich nicht mehr gesehen, da die als Zahnspülung eingenommen Biere eine narkotisierende Wirkung zeigten. Ich wurde wieder pünktlich am OWENS Falls Dam wach. Hier war die eigentliche Quelle des Nil, aber durch den Damm halt völlig unspektakulär- ja haben wir das auch gesehen.

Als nächstes war die Grenzquerung nach Kenia bei Busia, also raus aus dem Bus .

Ausreisestempel Uganda abholen, rüber nach Kenia laufen, wieder anstellen Formular ausfüllen anstellen und Einreisestempel holen. Ein Durcheinander , Massen von Leuten ,Bussen LKW usw.. Es wurde langsam dunkel und diverse Gestalten fingen an Interesse an mir zu finden. Der Bus steckte noch irgendwo im Niemandsland. . Langsam wurde es unangenehm. Also immer in Bewegung bleiben , Wasser kaufen , trinken , eine rauchen , cool sein , das Handy benutzen ( einfach nur reinquatschen – ohne Verbindung , in der Zeit quatscht dich keiner an ) . Überstanden der Bus kam, Sprung und rein in die Kiste uuuh.

11. Januar

Kurz nach der kenianischen Grenze wurde der Bus mindestens 5-mal gestoppt. Dabei wurde kontrolliert, dass auch jeder Passagier seinen Sicherheitsgurt angelegt hat. So gegen 5:30 erreichte der Bus dann Nairobi. Die Ankunftsstation ist in der berüchtigten River Road, mir wurde etwas schwulmig. Der Bus ist eine Gasse reingefahren da lag der Müll bestimmt ca. 20 cm. hoch, überall dubiose Gestalten, die um Feuer rumsaßen. Klasse, kein Mensch ist aus dem Bus ausgestiegen. Mir wurde das blöd, also raus aus dem Ding, strengen Blick aufgesetzt. Meinen Rucksack geschnappt und schon kamen mehrere Typen an Taxi, Taxi. Ich hab den mit dem vertrauenswürdigsten Gesicht meinen Rucksack in die Hand gedrückt. „ show me your Taxi „ . Nachdem ich gesehen hatte , dass es ein offizielles Taxi ist, bin ich eingestiegen und ab ins Stanley Hotel. Die wollten 220 $, wäre mir in dem Moment auch egal gewesen. Aber man kann es ja mit Handeln versuchen: Endpreis 130$ Checkout: 17:00.

Schon ne noble Herberge das Stanley Hotel . Erst mal geduscht und dann schlafen. So gegen 11:00 aufgestanden und ab zum Bahnhof. Dort habe mir ein Ticket nach Mombasa gekauft 1. Klasse im Schlafwagen mit Dinner und breakfast 3160 khs ca. 40 Euro. Anschließend noch etwas durch Nairobi gestreift, ist ne recht moderne Großstadt. Eigentlich angenehm.

19:00 war Abfahrt, ich hab wieder Glück, im Schlafwagenabteil bin ich allein .Im Nachtbarabteil ist ein Schweizer mit seiner Freundin, wir beschließen gemeinsam zu speisen. In dem Abteil gibt es sogar ein Waschbecken mit fließendem Wasser. 20:00 das Dinner, es gibt Vorsuppe, Hauptgericht ( nach Wahl ) und Dessert. Ich bin beeindruckt und bestell noch ne Flasche spanischen Wein, danach schlaf ich Klasse und werde erst kurz vor Mombasa ( durch die Hitze ) wach.

12. Januar

Der Schweizer und seine Freundin haben einen Fahrer, welcher an die Nordküste fährt. Ich häng mich mit dran. Eigentlich will ich in das Bamburi Beach Hotel, leider ist dort alles ausgebucht. So nehme ich das Nachbarhotel Bamburi Beach Resort . Zimmer mit Meerblick 2500 khs, unter dem Dach. Erst mal ein Schläfchen gemacht. Anschließend bin ich die Küste abgelaufen. Dort wird man ständig angequatscht, mir zu viel ich stülpe mir einfach den MP3 player ein und höre nix.
Das Nachbarhotel Bamburi Beach Hotel ist mit all inklusive Gästen vorwiegend aus Deutschland belegt. So ein Abendbrot for nothing – gute Idee . Ich spaziere ganz gelassen in den Speisesaal, setze mich an einen Tisch mit einem netten alten Herrn aus Hamburg und futtere gemütlich. Nach dem All Inklusive Bändchen fragt keiner.

Anschließend treffe ich 3 Herren aus Sachsen, die nehmen mich mit in die Cheers Bar. Dort sind massenweise schwarze Damen, mit eindeutigem Interesse. Aber wenn man der ersten die aufkreuzt , eindeutig zu verstehen gibt, dass man kein Interesse hat, kommt keine mehr. So dann gegen 23:00 zurück ins Hotel, bin müde. Aber an Schlaf ist nicht zu denken, die Strandbar in dem Hotel macht einen extremen Lärm. Mit Ohrschützern ging es dann.

13. Januar

Ins das Meer kann man nur Nachmittags. Auch dann ist es recht verschmutzt. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man da 2 Wochen Strandurlaub machen kann.

Abends bin ich mit dem Schweizer und seiner Freundin verabredet, sie nehmen mich in den Casuarena Club – eigentliche eine open air Disco. Für meinen Geschmack spielen die nur altes Zeug. Der Discjockey kennt nicht mal die Confessions on a dancefloor von Madonna . Dafür gibt es leckeren Fisch zu essen.

Eigentlich überall dasselbe, die Damen kommen angerückt und man muss die wieder wegkomplimentieren. Dann wieder in mein Hotel , die Strandbar wieder entsetzlich laut ( obwohl kaum Gäste da sind ).

14. Januar

Heute checke ich mal die anderen Hotels. 1997 nach der Kilimanjaro Besteigung war ich schon mal an der Nordküste. Das Hotel von damals Ocean view ( war ne recht verkommene Bude ) wurde in ein 5 Sterne Hotel umgewandelt und heißt jetzt Sails Rock. Anschließend gehe ich noch ins White Sands – echt nobler Schuppen.

Diesen Abend bin ich auch mal in der lärmenden Strandbar vor meinem Hotel . Versteh nur nicht warum die so einen Krach machen, wegen den paar Gästen.

15. Januar

Heute endlich mal Postkarten schreiben. Karten zu bekommen ist kein Problem. Aber Briefmarken , im Travellers Sea Lodge soll es einen Briefmarkenladen geben. Stimmt! Langsam kenne ich alle Hotels hier. Zu erwähnen wäre noch die Bar in der Serverin Sea Lodge, dort sitzt man auf Schaukeln. Ich trink nur Cola und stell mir vor, was passiert wenn man dort zu tief ins Glas geschaut hat….

Heute Abend ist die Strandbar leise – klasse!

Aber Warum ? Es ist kein Strom da. Ich geh auf mein Zimmer. Mich trifft der Schlag, das Zimmer hat sich auf sich 40° aufgeheizt. Dann zumindest schnell unter die Dusche – kein Tropfen . Ich bin echt angefressen, ich leg mich ins Bett und schwitze wie in der Sauna.

16. Januar

Im Zimmer immer noch kein Wasser, also erst mal den Swimming pool. Zum Rasieren in die Toilette der Strandbar . Ich will nur noch Heim. Doch heute wird ein Langer Tag. Denn der Fahrer holt mich morgens um 4:00 ab. so macht es wenig Sinn vorher zu schlafen. da ich panische angst habe den Flug zu verpassen. Also noch mal den ganzen Strand ablaufen. Rucksack packen. abends noch mal in das Cheers . Dann bis um 3:30 in der Strandbar sitzen, seit 2:30 bin ich da allein. Nur noch der Barkeeper räumt herum. 4:00 bin ich an der Rezeption, da warten schon 2 Taxifahrer. denen sage ich, wenn mein Fahrer um 4:05 nicht da ist, können die mich fahren. Genau um 4:05 reißt der eine meinen Rucksack weg und will den in sein Taxi verfrachten, der zweite lässt sich das nicht gefallen und so schlagen sie sich darum, wer nun das Geschäft macht. Genau jetzt kommt John der bestellte Fahrer an, reißt den Rucksack an sich. Ab geht es zum Flughafen.

17.Januar

7:30 ab Mombasa , 11:00 ab Nairobi , 19:10 ab Amsterdam 20: 30 Stuttgart